Konzerte als Gedicht

Unter Elkes Fittichen

Seit fast 30 Jahren sind wir dabei:

begeisterte Sänger der Kantorei.

Begeistert, weil Elke die Kantorei führt

Und mit Elke ist Qualität vorprogrammiert.

Auf Elkes „Konzertexpress“ sprangen wir beiden

im Jahr 98 mit der Schöpfung von Haydn.

Die Konzertreihe ließ uns fortan nicht mehr los,

denn das Bachsche „WO“. klappte gleichfalls famos.

2 gewaltige Tonwerke folgen dann schon:

der Messias und von Bach die Johannespassion.

Zweimal ein Tedeum, mal barock, mal modern,

von Händel und Stockmeier waren zu hör’n.

Dazu die Kantate Nr. 16 von Bach: (1)

ein dreifacher Lobgesang an diesem Tag.

Max Regers Motette vom bitteren Tod (2)

und die Brahmssche Motette „In höchster Not“, (3)

dazu 5 Choräle von Johann S. Bach:

Da dachte man über die Ewigkeit nach.

Das nächste Konzert fing mit Mendelssohn an:

Kantate „Nicht unserem Namen, Herr“. Dann

die Messe solennelle von Rossini, `ne Messe

im Stil so als ob man im Opernhaus säße.

Gleich 3 Buxtehude-Kantaten gab’s dann (9).

Im nächsten Konzert war’n zwei Klassiker dran:

Die Vesperae solennes aus Mozartschen Noten (4)

Und `ne Messe von Haydn wurden geboten (5).

Im Adventskonzert noch mal das Bachsche „WO“,

immerhin 3 Konzerte in Zweitausendzwo.

Auch 2003 gab es dreimal Konzerte,

wobei zu den Höhepunkten gehörte

das Brahms-Requiem mit den Bibelzitaten (6)

und Musik, dass wir manchmal `ne Gänsehaut hatten.

Im 2. Konzert wurd’ Barockes bemüht:

„Singet dem Herrn ein neues Lied“,

ein Anthem von Händel. Und was gab’s danach?

„Ich ruf aus der Tiefe“, Kantate von Bach (7).

Das 3. Konzert weckt die Vorweihnachtsfreuden:

die Bachsche Kantate „Komm, Heiland der Heiden“ (8).

Auch Mendelssohns Werk schätzt das Publikum sehr:

Vom Himmel hoch“, heißt es, „da komm ich her“.

2 gewaltige Werke in 2004:

Im ersten Konzert musizierten wir

den Propheten Elias von Mendelssohn,

im zweiten den Retter aus Israels Fron:

Judas Maccabäus. Da hebt Händel den Chor

mit `ner Vielzahl von Chorsätzen deutlich hervor.

In 2005 wieder Altmeister Bach.

Wer so oft gespielt wird, beherrscht auch sein Fach!

Das zeigt das Magnificat – und anschließend wieder

die frohe Kantate „Erschallet, ihr Lieder“.

Im Advent Buxtehudes Magnificat.

Dann fand `ne Motette von Mendelssohn statt:

das 8-stimmige „Ehre sei Gott in der Höhe

+ „WO“. Damit man’s nicht missverstehe:

Gemeint ist das Werk von Saint-Saens, nicht von Bach!

Im Frühjahr 06 wurd’ es wieder barock.

Zwei Händel-Kantaten bilden den Block:

Wie der Hirsch schreit nach Wasser“ und „Frohlocke im Herrn“.

Die klangvollen Chorsätze sangen wir gern.

Im Herbst kam die Mozartsche Messe c-moll.

ein sehr schönes Werk und mit Chorsätzen voll!

07 dann Naumann mit Psalm 103 (10).

Großart’ge Entdeckung! Ich bleib Naumann treu.!

Jüngst hört’ ich im Rundfunk den Psalm 96,

von Naumann vertont. Auch den fand ich einzig! 11)

Doch weiter. Dem Psalm 103 folgte dann

das Requiem von Bruckner. Es zog uns in Bann.

Das Werk ist durchzogen von Feierlichkeit,

von Demut, von Würde, Erhabenheit.

Das „WO“ im Advent. Ein bekanntes „Gewächs“?

Weit gefehlt! Die Kantaten Nr. 4, 5 und 6!

Im Frühjahr 08 dann die „Jahreszeiten

von Haydn, womit wir die Hörer erfreuten.

Höchst Erfreuliches gab es schon vor dem Konzert.

Herr Burkowski hat unsere Elke geehrt!

Er macht vor den Kirchenbesuchern publik,

dass Elkes Verdienst um die Kirchenmusik

die Landeskirche bewogen habe

zu folgender Ehrentitel-Vergabe:

Sie ist Kirchenmusikdirektorin ab jetzt,

die im Kreis nun das höchste Musikamt besetzt.

Mit dankbarem Beifall quittiert das die Menge,

mit Beifall von außergewöhnlicher Länge!

Wir sind noch im Jahre zweitausendundacht.

Da war noch ein 2. Konzert angesagt:

Puccinis Messa di Gloria,

kombiniert mit ´ner Bachschen Kantate gabs da. (8)

Im Folgejahr dann die Matthäuspassion.

Nicht von Bach, sondern Schütz ist die Komposition.

Doch auch Bach kommt mit „Komm, Jesu, komm“ noch zum Zug.

Damit wars in 09 jedoch noch nicht genug.

Denn Mendelssohns Lobgesang schloss sich noch an.

Und in Datteln war Mozarts Krönungsmesse noch dran.

In 2010 gabs 2 Pfingstkantaten,

an denen wir unsere Freude hatten:

O ewiges Feuer“, „Erschallet, ihr Lieder“,

von Johann Sebastian Bach mal wieder.

Dass Bach auch lateinische Texte kann,

das zeigt er in „Gloria in excelsis“ an.

Wir bleib´n bei Latein: Es war nämlich dann

die Haydnsche Harmoniemesse dran.

In zweitausendelf ein besonderer Hit:

Wir machen beim WDR-Gottesdient mit.

3 Monate später, vor vollem Haus

fordert Mendelssohns Paulus die Sänger heraus.

Im Advent präsentierte die Kantorei

Vom WO die Kantaten 1 bis 3.

5 Tage darauf ein besonderes Konzert:

Professor Stockmeier wurde geehrt

In der Alten Kirche in Langenberg.

Man sang und man spielte sein eigenes Werk.

A-cappella haben wir zweimal gesungen

In Herten und Haltern, beides gelungen.

Motetten in 4-, 5-, 6-, 8-stimmiger Form. (12)

Im Herbst der Messias von Händel, ein Kracher,

in großer Besetzung ein Stimmungsmacher.

In 2013 die Markuspassion

Von Johann Sebastin Bachs zweitem Sohn

Carl Philipp Emanuel. Ganz neuer Stil,

ein Werk voll Harmonik und Mitgefühl.

Und dann geht’s zur Hochklassik: Mozart und Haydn.

Gefällige Kompositionen der Beiden:

´ne Vesper von Mozart, ´ne Messe von Haydn. (13)

Im Stil kann man beide wohl kaum unterscheiden.

Im Herbst dann Puccinis Glorienmesse,

dazu das Magnificat von C. P. E. Bach,

die Messe bekannt und von hohem Interesse,

Marias Lobpreisung steht dem auch nicht nach.

Sebastian Bach, Protestant, zeigt uns allen:

Er hat auch an katholischen Texten Gefallen.

Mit der Messe in g-moll bestätigt er das.

Anschließend das Requiem von Mozart, ein As!

Im Herbst 20 15 ist Rossini dran.

Er zeigt mit der Messe solennelle, was er kann.

Als Opernkomponist ist er weltweit bekannt.

Seine Messe ist im Stil mit der Oper verwandt.

016: Konzert der Familie Bach.

Sebastian, Friedemann, C. P. E. Bach. (14)

Im Herbst die Kantate „Es ist dir gesagt“. (15)

Und dann ist Franz Schubert angesagt.

Seine Messe As-dur wurde aufgeführt,

und den klassischen Stil hat man deutlich gespürt.

Passionszeit 017. Natürlich mit Bach.

In Banden des Todes lag Christ“ diesen Tag. (16)

Mit der Uraufführung eines Werks ging es weiter:

Es hieß „Inschrift“ und stammt von Charlotte Seither.

Womit schließt dieser Passionsaufführungstag?

mit der Messe G-dur von Sebastian Bach.

Im Folgejahr bietet der Kirchenkreis dann

ein Gemeinschaftsprojekt seiner Chorsänger an.

Es ist Mendelssohns herrlicher Lobgesang.

In der Dattelner Kirche ein gewaltiger Klang.

Advent. Was wünscht sich das Publikum?

Na klar: das Weihnachtsoratorium.

Elke bringt´s. Die Nachfrage lief ganz toll.

Mit dem Bachschen WO wird die Kirche voll!

018 macht Elke ein großes Projekt.

Die H-moll-Messe hat unser Interesse geweckt.

Es konnten sich Elkes 2 Kantoreien

auf großartige geistliche Chormusik freuen.

Für die Sänger der Hertener und der Altstadtkantorei

war das Studium der Chornoten vielfach noch neu.

Doch gründliche Vorbereitung zahlte sich aus:

Recklinghausen und Herten gaben reichlich Applaus.

In 19 die Beethoven-Messe C-dur.

Dann das Requiem von Mozart: ein Erlebnis pur.

Wir wollen auch schließlich ein Konzert nicht vergessen,

das stattfand in der Alten Synagoge in Essen.

A-cappella-Musik hab´n wir aufgeführt.

Lewandowski als Mittelpunkt, quasi Hauswirt.

Zweitausendundzwanzig Coronajahr.

Man hielt sich zurück. Infektionsgefahr.

Im Folgejahr wieder Konzertbetrieb.

´ne Kantate, die Altmeister Bach uns schrieb:

Der Herr denket an uns“. Und was folgte hernach?

Eine Glanzkantate von Erlebach:

Lobe den Herrn“, o „meine Seele“,

die zu den schönsten Kantaten ich zähle.

Dann folgte die Schubertsche Messe G-dur.

Da waren wir wieder auf der klassischen Spur.

Die letzten Dinge von Louis Spohr

Die trugen wir zwoundzwanzig vor.

Ein Motettenprogramm war uns auch noch beschieden.

Das Programm trug den Titel: Verleih uns Frieden.

Im Folgejahr schlossen zwei Highlights sich an:

das eine die Schöpfung von Haydn und dann

Johannes Brahms´ Requiem, das deutsche genannt,

als chorintensiv und dramatisch bekannt.

24 die Schubertsche MesseAs-dur,

kombiniert mit ´ner instrumentalischen Tour:

Wolfgang Stockmeier heißt unser Komponist.

Er zeigt, dass Modern durchaus hörenswert ist.

Advent 25: Homilius:

Recht munter und fröhlich, ein Musenkuss.

Die Freude der Hirten“ heißt dieses Stück.(17)

Dabei haben sie Jesu Geburt im Blick.

Und nun 26: ein schönes Programm.

Mal seh´n, ob man ´s körperlich durchhalten kann.

Zwar glauben wir, stimmlich mithalten zu können,

doch sind altersbedingte Beschwerden zu nennen.

Liebe Elke, wir sagen Dir herzlichen Dank

für die Freuden, die Du schaffst mit dem Chorgesang.

Wir fühlten und fühlen uns bestens betreut.

Der kommende Abschied tut jetzt schon uns leid!

Der Zeitpunkt ist da. Wir sagen ade`.

Wir wissen sehr wohl: Der Ausstieg tut weh!

Euch allen – und damit der Kantorei

wünschen wir weit´re erfolgreiche Jahre.

Singt weiter so herrlich und fehlerfrei!

Und dass doch der Himmel die Elke bewahre

vor Unfall, vor Krankheit und Schicksalsschlägen!

Wir wünschen der Chefin auf all ihren Wegen

privat und beruflich viel Glück und viel Segen!

Es grüßen zum Abschied von diesem Haus

Euch alle recht herzlich Ute und Klaus.


Erläuterungen:

  1. J. S. Bach: Kantate 16 „Herr Gott, dich loben wir“

  2. Max Reger: 8-stimmige Motette: „O Tod, wie bitter bist du“

  3. Johannes Brahms: für zwei 4-stimmige Chöre: „Wenn wir in höchsten Nöten sein 4) W. A. Mozart: Vesperae solennes de confessore

  1. J. Haydn: Messe in D (Nelson-Messe)

6) Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem

7) J. S. Bach: Kantate 131: „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“

8) J. S. Bach: Kantate 61: „Nun komm, der Heiden Heiland“.

9) Dietrich Buxtehude: 3 Kantaten: „Alles, was ihr tut“,

Befiehl dem Engel, dass er komm“,

Herzlich lieb hab ich dich, o Herr“

10) Johann Gottlieb Naumann: „Lobe den Herrn, meine Seele“ (Psalm 103)

11) Johann Gottlieb Naumann: „Singet dem Herrn ein neues Lied“ (Psalm 96)

12) H, Schütz: „Verleih uns Frieden gnädiglich“

W. Stockmeier: Verleih uns Frieden gnädiglich

Pachelbel: „Der Herr ist König“

J. S. Bach: „Lobet den Herrn, alle Heiden

Hammerschmidt: „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz“

J. Brahms: „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz“ und Fest- und Gedenksprüche 13):W. A. Mozart: Vesperae solennes de domenica und

J. Haydn: Kleine Mariazeller Messe

14) J. S. Bach: „Erschallet, ihr Lieder“

Friedemann Bach: „Wohl dem, der den Herren fürchtet“

C. P. E. Bach: Anbetung dem Erbarmer

15) J. S. Bach: Kantate 45 „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist

16) J. S. Bach: Kantate 4 „Christ lag in Todesbanden

17) G. A. Homilius: Die Freude der Hirten über die Geburt Christi